Herren 1: PSV Heidelberg II – SGW 26:30 (14:19)

Es gab schon Spiele mit besseren Vorzeichen als am vergangenen Wochenende. Mit Benjamin Herrmann, Axel Brenzinger und Dominic Schnurr musste Trainer Eike Neemann auf gleich 3 etatmäßige Rückraumspieler verzichten.
Zudem darf, betrachtet man die Ergebnisse der letzten Jahre, die Auswärtsfahrt zum PSV nicht gerade als Lieblingsaufgabe bezeichnet werden. Kein Harz und die Heimstärke der Gastgeber machten unserer SG immer Probleme. In diesem Jahr konnten die Heidelberger zu Hause hoch gegen den TV Bammental gewinnen und rangen dem Tabellenführer aus Eberbach ein Unentschieden ab.

 

Der Spielbeginn war ausgeglichen. Zwar hatte die Walldorfer Abwehr noch deutlich Probleme Zugriff auf den Gegner zu bekommen, doch die Offensive bügelte das aus. Über 3:3 (5.) und 6:6 (11.) stand es nach 17 Minuten 10:10.
In der Folge stellte Trainer Eike Neemann auf eine Manndeckung um, war jedoch noch nicht ganz zufrieden: „Die Manndeckung gegen Spielmacher M. Weigel sorgte für weniger Gefahr im Positionsangriff des PSV, aber trotzdem bekamen wir zu viele einfache Gegentore wegen mangelhafter Gegenwehr in der Defensive.

Zu einer Verbesserung führte die Umstellung dennoch. Erstmals konnte sich die SG auf zwei (10:12) und kurze Zeit später auf vier Tore (11:15) absetzen. Wesentlichen Anteil daran hatte der „herausragend aufgelegte Tobias Sailer, der 6 seiner 7 Tore in Halbzeit eins erzielte“, lobte der Trainer nach der Partie.
Mit einer 5-Tore-Führung ging es in die Kabine.

 

Eine beidseitige Torflaute bestimmte den Beginn der 2. Halbzeit. Nach 8 Minuten stand es 16:20. Trotzdem konnte sich Neemann nicht mit der Leistung seiner Defensive anfreunden: „In der zweiten Halbzeit gab es leider keine Besserung in der Abwehr und zusätzlich viele Fehler und falsche Entscheidungen im Angriff.
Die Grundlage für den Sieg sah er vor allem auf der Torhüterposition: „Einzig unserem glänzend aufgelegten Nico Hartig war es zu verdanken, dass der PSV nicht weiter als auf vier Tore herankam. Mit etlichen Paraden, darunter drei gehaltenen 7m, war er an diesem Abend der große und wichtige Rückhalt.

So verwaltete Walldorf den Vorsprung, der zwischen 4 und 6 Toren schwankte, bis zum 26:30-Endstand.
Gleichwohl konnte die SG wieder als Mannschaft überzeugen. Nachweis für die starke Teamleistung liefern die Spieldaten: alle 10 Feldspieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen.