Herren 1: TSV Malsch II – SGW 22:25 (12:12)

Aller schlechten Dinge sind drei…im vierten Anlauf klappt es endlich mit dem ersten Auswärtssieg. Am Ende einer verrückten Partie geht unsere SG mit 25:22 als Sieger vom Feld.

Der erleichterte Seufzer von Trainer Eike Neemann nach dem Abpfiff sprach Bände: „Endlich wieder zwei Punkte!
Denn nach zwei Heimsiegen zum Saisonstart verlor Walldorf drei Auswärtsspiele in Folge. Zu allem Überfluss wurden im vergangenen Heimspiel die Punkte geteilt, womit die SG seit vier Spielen ohne Sieg war.

 

In Malsch entwickelte sich, wie in so vielen Partien diese Saison, eine ausgeglichene Anfangsphase. Zwar hielt die Walldorfer Abwehr den TSV in Schach, doch der eigene Angriff konnte davon nicht profitieren. In der 9. Minute verwandelte T. Bäßler den ersten seiner vier Siebenmeter zum 3:3. Nach 18 Minuten stand es gerade einmal 6:6.

Nachdem sich die Hausherren mit drei Toren abgesetzt hatten und wenig später D. Hohlweck für den 10:8-Anschlusstreffer sorgte, überschlugen sich im folgenden Malscher Angriff die Ereignisse. Die bis dahin – und auch im weiteren Verlauf – fair geführte Partie erlebte kurioses.
Eine eher harmlose Abwehraktion sorgte für Unmut auf Seiten des Gastgebers. Das Ergebnis waren zwei Zeitstrafen und zwei Rote Karten für den TSV – im Angriff wohlgemerkt.
Durch die minutenlange Unterbrechung war der Spielfluss etwas dahin, immerhin konnte Walldorf die Überzahl nutzen und mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause gehen.

Auch in Durchgang zwei konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Neemann: „Trotz der turbulenten 24. Spielminute war es ein Spiel auf Augenhöhe.
Erst beim 18:16 (50.) gab es für den Gastgeber die erste Zwei-Tore-Führung, die eine Walldorfer Auszeit zur Folge hatte. Genau die richtige Entscheidung wie sich herausstellen sollte. Denn sechs Minuten später führte die SG ihrerseits mit zwei Toren (18:20) und gab die Führung bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab.

Der Kampf und die Teamleistung haben über 60 Minuten gepasst, doch die letzten 10 Minuten sind nochmal besonders hervorzuheben“, so der Trainer nach dem Spiel.
Sicherlich fehlte dem TSV am Ende, aufgrund der dezimierten Wechselmöglichkeit, etwas die Luft. Doch den Grund für den Sieg sah Neemann ganz klar in der gut aufgelegten Defensive: „Endlich haben wir wieder eine bessere Abwehrleistung gezeigt, mit einem gut aufgelegten M. Herrmann dahinter.

 

Nun dürfen seine Männer zum letzten Spiel des Jahres nochmal in eigener Halle ran. Zu Gast ist kein geringerer als der Tabellenführer aus Dossenheim, der vergangenen Sonntag seine erste Saisonniederlage hinnehmen musste.