Herren 1: SGW – TSG Dossenheim II 24:23 (12:11)

Walldorf konnte seine Heimstärke erneut bestätigen und blieb auch im fünften Heimspiel ungeschlagen. Für Trainer Eike Neemann war der Sieg gegen die 2. Mannschaft der TSG Dossenheim ein „weiterer Schritt in die richtige Richtung“.

Mit einer durchaus beachtlichen Statistik reiste die Verbandsligareserve der TSG in die Astoria Halle. Erst vor acht Tagen, am 7. Spieltag, erlitten sie im Derby gegen Handschuhsheim die erste Saisonniederlage. Walldorf wollte diese vermeintliche Schwächephase nutzen, um die Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis zu beenden und in der oberen Tabellenhälfte zu überwintern.

Dass es ein sehr umkämpftes und kräftezehrendes Spiel werden würde, zeichnete sich schon zu Beginn ab. Auf beiden Seiten wurden lange Angrfiffe gefahren, die oft in Strafwürfen endeten. Die Offensivabteilungen taten sich schwer.
„Mein Team hat größtenteils – vor allem in der 1. Halbzeit – eine sehr gute Abwehr gespielt, wodurch sich auch der Torhüter immer wieder auszeichnen konnte“, stellte Trainer Eike Neemann die Defensivreihe heraus.

Durch einen Treffer von T. Gründler – der aufgrund einer anstehenden Operation am Knie sein letztes Spiel für diese Saison bestritt – ging Walldorf nach 15 Minuten erstmals in Führung (6:5). Am Ende der augeglichenen Hälfte ging es mit 12:11 in die Kabine.

Keinesfalls sollte der Start in Durchgang zwei verschlafen werden. Das schnelle Dossenheimer Spiel im Gegenstoß und der Zweiten Welle sollte weiterhin strikt unterbunden werden. Wie gut das zunächst klappte, überraschte auch Neemann: „Wir hatten einen super Start in Halbzeit zwei. Innerhalb von 6 Minuten zogen wir von 12:11 auf 16:11 davon.“

Doch gleich im Anschluss wich die Begeisterung. „Danach hatten wir die mit Abstand schwächste Phase im Spiel und verspielten den hart erkämpften Vorsprung wieder“, so der Trainer nach dem Spiel. In der 46. Minute, nach zehn torlosen Minuten für Walldorf, gingen die Gäste sogar mit 17:16 in Führung.

Wie schon in Malsch eine Woche zuvor, zeigte Walldorf auch im Heimspiel eine hervorragende Moral. 10 Minuten vor dem Ende war die Partie wieder ausgeglichen (18:18).
Wir haben ab diesem Zeitpunkt wieder deutlich konzentrierter in Angriff und Abwehr agiert. Resultierend daraus konnten wir uns vorentscheidend auf 24:19 absetzen“, resümierte Neemann nach dem Spiel.

Der 5-Tore-Vorsprung drei Minuten vor dem Schlusspfiff bedeutete den Sieg. Dass „zum Schluss noch vier unnötige Gegentore in der offenen Manndeckung“ hingenommen werden mussten, ärgerte Neemann zwar, doch die Freude über den doppelten Punktgewinn gegen Dossenheim überwog.

Jetzt freuen sich unsere Männer erstmal auf die Winterpause. Weiter geht es erst am 2. Februar mit dem Auswärtsspiel in Eberbach.